Blogreihe: Digitalisierung 2018 – Teil 1 – Die Wirtschaftlichkeit steigern mit Hilfe der digitalen Kommunikation

Wird ein Unternehmen als attraktiv wahrgenommen, kommen die Kunden beinahe von selbst. Diese ungeschriebene Regel drückt aus, dass eine gute Kundenbeziehung die wertvollste Basis für einen erfolgreichen Absatz bietet. Eine erfolgreiche Kommunikation und die Anziehungskraft, die dadurch erzeugt wird, sind also ebenso wichtig wie das Produkt oder die Botschaft an sich.

 

Im Zusammenhang mit Kaufentscheidungen googeln rund 75 Prozent der Konsumenten sowie 95 Prozent der B2B-Entscheider. Ganze 99 Prozent der Journalisten nutzen die Online-Suche für ihre Recherche. (1)

 

Somit kommen Sie auch im Vertrieb nicht an einer durchdachten und kraftvollen Unternehmenskommunikation vorbei – selbstverständlich digital. Der Vorteil, der sich daraus ergibt: Sie kommunizieren, wenn Sie es richtig anstellen, mit der ganzen Welt, wenn sie es strategisch anstellen, genau mit den Kunden, die Sie erreichen möchten.

Beinahe 70 Prozent der Deutschen nutzen die Nachrichten-App WhatsApp. (2) Das klingt so vielversprechend, dass bereits eine Business Version in Entwicklung sein soll. Fraglich ist jedoch, ob diese wirklich erfolgreich sein wird. Eine Umfrage des Portals YouGov zeigte, dass die Befragten überwiegend unschlüssig oder der Meinung waren, dass WhatsApp Chats mit Unternehmen wenig notwendig oder sinnvoll sind – sicherlich allein schon aufgrund des fehlenden Datenschutzes. (3) Da die Nutzerdaten auf amerikanischen Servern gelagert werden, fallen sie nicht unter das europäische Datenschutzrecht.

Tatsächlich eignen sich andere Kanäle deutlich besser dafür, nicht allein deshalb weil eine digitale Kommunikationsstrategie aus weit mehr als Online-Werbung oder einer digitalen Werbenachricht bestehen sollte.

Durch eine aktive und persönliche Ansprache entfaltet sowohl die interne als auch die externe Kommunikation ihr ganzes Potential. Das kann für jedes Unternehmen etwas anderes bedeuten. Im besten Fall nutzt man die Vorteile der digitalen Kommunikation auf verschiedenen Unternehmensebenen und für die unterschiedlichsten Prozesse.

Die Digitalisierung der unternehmensinternen Kommunikation kann das Teamgefühl stärken, für einen reduzierten Abstimmungsaufwand sorgen, den nahtlosen Übergang von einem Aufgabenbereich zum nächsten garantieren und eine schnelle Bearbeitung ermöglichen, da Antworten ganz bequem geschickt und gleich beantwortet werden könnten.

 

Individuelle digitale Kommunikation? Wie ist das möglich?

Sowohl für die Kommunikation mit einer bestimmten Kundengruppe als auch mit dem Unternehmensteam eignen sich individuell entwickelte Lösungen oder Lösungen, die genau nach den individuellen Bedürfnissen ausgewählt werden.

So lässt sich die Beziehung zwischen Ihnen und Ihren Kunden oder auch innerhalb Ihres Unternehmens auf eine ganz andere – persönliche und somit überzeugende – Ebene heben.

Digitale Vertriebstools könnten ganz im Sinne der steigenden Individualisierung unserer Gesellschaft durch anwendungs- und  zielgruppenspezifische Funktionen die Hemmschwelle zur Kommunikation überwinden und deutlich mehr überzeugen, als analoge Standardlösungen.

So zum Beispiel die browserbasierte Anwendung eyeCall. Sie hebt die etablierte Akquise via Telefon und Videotelefonie auf ein technisch und persönlich neues Level und weiß dank praktischer Features zu überzeugen. Sämtliche Stufen des Beratungs- und Verkaufsgesprächs lassen sich damit online abwickeln – vom Videotelefonat in einem individuellen Webstream bis zum digitalen Versand von Formularen, Produktdatenblättern und Verträgen. Durch die virtuelle und dennoch persönliche Kommunikation sind Unternehmen so nah am Kunden wie möglich, können schneller und flexibler agieren und sparen zudem nahezu sämtliche Büro- und Versandkosten.

Chat-Tools verringern die Hürde für eine Interaktion, denn sie werden als schnell, flexibel und vertraut empfunden. Die Chat-Kommunikation ist zudem selbst mit gedrosseltem Datenvolumen oder schwacher Verbindung möglich.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die rasante Entwicklung der Conversational User Interfaces (CUI), also die Kommunikation über Sprache. Durch den Verzicht auf das Verschriftlichen unserer Gedanken, kommunizieren wir authentischer und direkter. Was bislang überwiegend im privaten Umfeld genutzt wird, dürfte bald auch schon in die Unternehmen vordringen. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2016 kündigte Apple das SiriKit an, das Entwickler in einigen Anwendungsbereichen Zugriff auf den Sprachassistenten Siri geben soll.

 

Prozesse digitalisieren und effizienter gestalten

Auch in der internen Unternehmenskommunikation oder im Bereich der Beschaffung lässt sich mit Hilfe digitalisierter Kommunikation der Unternehmenserfolg positiv beeinflussen, sprich: eine Menge Zeit und Geld sparen.

Insbesondere gleichtönige oder standardisierte Prozesse können etwa durch die Digitalisierung von Akten oder Kommunikationstools zeitsparender gestaltet werden. Ebenso die Koordination von Mitarbeitergesprächen, Einladungen und Bewerbungen.

Eine Studie von Mercateo und der HTWK Leipzig fand heraus:

 

Ein durchschnittlicher Mittelständler mit rund 7.100 Bestellungen pro Jahr kann mit Hilfe von digitalisierten Prozessen seine Bestellkosten von knapp 820.000 Euro um 40 Prozent auf 480.000 Euro reduzieren. (4)

 

Keine andere Veränderung, selbst die größte Prozessoptimierung vermag laut Studie solch große Einsparungen zu erzielen. Ebenso großes Einsparpotential bietet sich durch das Reduzieren des Papierverbrauchs. Dank intelligenter digitaler Anwendungen lassen sich beinahe alle Prozesse papierlos abwickeln. Und das kommt sowohl dem Unternehmenskonto als auch der Umwelt zugute.

Eine repräsentative Befragung, die im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom durchgeführt wurde, ergab, dassknapp die Hälfte (46 Prozent) der befragten Unternehmen neuere Papierakten bereits teilweise digitalisiert hat, 19 Prozent sogar überwiegend. Gerade einmal 8 Prozent haben alle ihre Papierakten weitgehend digitalisiert. In 38 Prozent der Unternehmen wird außerdem bereits weniger ausgedruckt als noch vor einem Jahr, in 13 Prozent wird allerdings auch mehr gedruckt. (5 ) Dabei wäre die Umstellung problemlos möglich und mit hohen Einsparungen verbunden.

Auch rechtlich wird Unternehmen und Behörden nun endlich der Weg zur rein digitalen Dokumentenverwaltung geebnet. Am 29. März 2017 verabschiedete das Bundeskabinett das “Gesetz zur Durchführung der eIDAS-Verordnung der EU”. Das darin enthaltene „Vertrauensdienstegesetz“ erleichtert die Verwendung sogenannter elektronischer Vertrauensdienste, wie etwa die digitale Unterschrift, elektronische Zeitstempel oder das elektronische Behörden- oder Firmensiegel. Dank der Verordnung werden elektronische Dokumente ab sofort EU-weit als rechtsgültig anerkannt.

Zahlreiche Unternehmen gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Lufthansa Cargo plant bis zum Jahr 2020 die komplette Lieferkette zu digitalisieren und wird dadurch nicht nur von verbesserten Abläufen und effizienten Luftfrachttransporten profitieren.

 

Branchenweit schätzt das Unternehmen damit jährlich 7.8000 Tonnen Papier einzusparen. (6)

 

Welcher digitale Weg ist für mich der richtige und was ist der erste Schritt?

Decken Sie auf, welcher Bereich Ihres bestehenden Unternehmens das größte Einsparpotential besitzt. Hören Sie auf die Wünsche, das Lob und erst Recht auf die Beschwerden Ihrer Kunden – und nicht weniger auf Ihre Mitarbeiter. Sie zeigen Ihnen meist recht deutlich auf, worin Ihre digitale Strategie bestehen sollte.

Und: Lassen Sie sich beraten und nutzen sie den externen Blick von Experten. Seit sieben Jahren entwickeln wir Apps für Unternehmen aller Größen, mit den verschiedensten Zielen und Herausforderungen und legen dabei viel Wert auf eine umfassende Beratung und eine strategische Konzeption. Sind diese ersten Überlegungen gemacht, ist der Weg bis zur digitalen Anwendung meist leicht zu beschreiten.

 

 

 

Weiterlesen: Teil 2 – Erfolgreiche Produkte entwickeln mit Hilfe von Big Data

 

Quellen

(1) Franken, Andreas: “Die Digitalisierung verändert Märkte – Verkauft wird aber zu oft noch analog, 2017”, unter: https://www.vertriebsmanager.de/ressort/die-digitalisierung-veraendert-maerkte-verkauft-wird-aber-zu-oft-noch-analog-3434 (aufgerufen am 23.11.2017).

(2) YouGov Studie: Whats App im Kundenkontakt. Wie man Vertrauen in einem sehr vertrauten Medium schafft, 31. Mai 2017, unter: https://reports.yougov.com/reportaction/WhatsApp_DE/Marketing?utm_medium=Media&utm_source=press&utm_campaign=report_whatsapp (aufgerufen am 23.11.2017).

(3) Frage: Inwiefern stimmen Sie dieser Aussage zu? WhatsApp und Chats mit Unternehmen sind längst überflüssig und sollten Alltag sein: “Ich stimme überhaupt nicht zu” – 25 %, “Ich stimme eher nicht” zu – 21 %, “teils / teils” – 26 %, “stimme eher zu” – 14 %, “stimme voll und ganz zu” – 6 %, “weiß nicht / keine Angabe” – 8%; Befragt wurden bei einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung 3.000 Personen ab 18 Jahren; aus: YouGov Studie: Whats App im Kundenkontakt. Wie man Vertrauen in einem sehr vertrauten Medium schafft, 31. Mai 2017, unter: https://reports.yougov.com/reportaction/WhatsApp_DE/Marketing?utm_medium=Media&utm_source=press&utm_campaign=report_whatsapp (aufgerufen am 23.11.2017).

(4) Mercateo / HTWK Leipzig: Studie zur Optimierung der Beschaffungsprozesse, 2017, unter: http://www.mercateo.com/corporate/presselounge/pressemitteilungen/gemeinsame-studie-von-mercateo-kooperation-mit-der-htwk/ (aufgerufen am 23.11.2017).

(5)  Schmoll-Trautmann, Anja: Studie: Unternehmen reduzieren ihren Papierverbrauch, 4. April 2017, unter: http://www.zdnet.de/88291465/studie-unternehmen-reduzieren-ihren-papierverbrauch/ (aufgerufen am 23.11.2017).

(6) Lufthansa Group Communications, Deutsche Lufthansa AG: Nachhaltigkeitsbericht Balance 2017, Frankfurt am Main, 2017, S. 11. Auch online unter: https://www.lufthansagroup.com/fileadmin/downloads/de/verantwortung/LH-Nachhaltigkeitsbericht-2017.pdf (aufgerufen am 23.11.2017).