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Wissenswertes über Push-Notifications

Seitdem sich Smartphones in unserem Alltag breit gemacht haben, werden die verschiedensten technischen und marketingstrategischen Maßnahmen angewandt, um Kunden an das Gerät zu binden. Ein großer Bereich dieser Maßnahmen sind Push-Notifications (PNs). Sie finden speziell seit dem Release der Smartwatches so viel Beachtung, wie noch nie zuvor. Aber ganz von vorne.

Was sind Push-Notifications?

Push-Notifications (oder auch Server-Push-Notifications) sind im Allgemeinen Mitteilungen auf dem Smartphone. Ob Spiele, News-Apps oder Ergebnis-Ticker-Apps der Lieblingssportmannschaft – die Anwendung von Push-Notifications ist sehr breit gefächert. Sie werden vom App-Betreiber auf die Mobilgeräte der Nutzer gesendet und können inhaltlich sehr unterschiedlich sein. Den Inhalt und den Erfolg verschiedener Push-Notification-Dienste schauen wir uns gemeinsam in diesem Blog-Artikel an. Damit der Nutzer PNs empfangen kann, muss er der jeweiligen App dies zunächst erlauben. Das geschieht zumeist direkt mittels Pop-Up nach der Installation. Rechtlich muss diese Abfrage – ähnlich wie bei Newslettern – durch den Nutzer bestätigt werden, noch bevor er die erste Mitteilung erhält. Das Gegenteil von Push-Notifications sind Pull-Notifications, in denen der Nutzer selbst die Informationen (beispielsweise durch Öffnen der App) von einem Server anfordert. Wie erfolgreich PNs sind, hat eine Umfrage von den Localytics herausgefunden: 52% der Smartphonenutzer erlauben Push Notifications auf ihrem Smartphone. Die Conversion-Rate von 7% ist doppelt so hoch, wie bei herkömmlichen Broadcast-Nachrichten (3%).

 

Push-Notifications als Marketinginstrument

Newsletter und Push-Notifications stellen einen schmalen Grat dar, wann man den Nutzer/Kunden abholt und wann man ihn verschreckt. Eins ist sicher: zu häufige Mitteilungen bewegen den Empfänger eher dazu, den Dienst abzumelden oder gar die App zu löschen. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer der Apps von ca. 30 Tagen auf den Smartphones der Nutzer ist es schwierig, ein geeignetes Maß zu finden. Ein weiterer Punkt: Push-Notifications müssen wichtig und relevant für den Nutzer sein. Sprechen sie ihn nicht an oder treffen thematisch absolut nicht zu, werden sie eher als Spam betrachtet. Hier lohnt es sich den Nutzern die Wahl zu lassen zu welchen Themengebieten sie Push-Notifications erhalten wollen. In Bezug auf die Ergebnis-Ticker-App bedeutet dies beispielsweise das Auswählen der eigenen Lieblingssportmannschaft. Warum sollten sie auch Ergebnisse anderer Mannschaften empfangen wollen, wenn sie sich nicht für diese interessieren? Bei der Menge an Mannschaften stünde das Smartphone nicht mehr still und man bekäme im Sekundentakt neue Mitteilungen. Zugegeben, wer sportvernarrt ist, der hat wohl mehr als nur eine Lieblingsmannschaft. Das Prinzip bleibt jedoch das selbe. Genau so wichtig wie die Relevanz ist das Timing von Push-Notifications. Sie sollten gut geplant sein. Hierbei entscheidend sind nicht nur die Uhrzeit und das Datum, sondern auch die Frequenz. Des Weiteren muss beachtet werden, dass wenn die App für unterschiedliche Zeitzonen zugänglich ist, dass sie sich dann nicht nur an der europäischen Zeit orientiert. Ein Beispiel: während ein Unternehmen zu einem bestimmten Tag all seinen Nutzern einen guten Morgen wünschen möchte und dies auf 10 Uhr europäischer Zeit einstellt, so erhalten es die US-Amerikaner im Raum Hawaii am Tag zuvor um 24 Uhr nachts. Erneut zugegeben: ein simples Beispiel, was vermutlich so nie Anwendung finden wird. Aber es verdeutlicht, wie wichtig Timing ist. Zeitliche Nähe betrifft allerdings nicht nur die Uhrzeit verschiedener Zeitzonen. Eine Push-Notification zwei Monate nach einem Ereignis zu senden, macht es schwer einen Bogen zum Ursprungsthema zu schließen. Unmittelbare zeitliche Nähe zu bestimmten Themen können eher einen Nerv treffen und zu höheren Conversion-Rates führen, als wenn zusammenhangslos zu spät über das Ereignis berichtet wird.

 

Inhalte von Push-Notifications

Inhalte von Push-Notifications sind vielseitig und orientieren sich größtenteils an der jeweiligen App. Sehr erfolgreich sind Reminder, Informationen zu Updates oder Sportergebnis Mitteilungen. Reminder helfen dem Nutzer auf dem Laufenden zu bleiben, ohne selber aktiv sein zu müssen. Erinnerungen können in so gut wie jeder App Anwendung finden. Ob als Spiele-Erinnerung, dass der Nutzer wieder volles Leben im Spiel hat oder für spezielle Events eines Unternehmens in der firmeneigenen App. Auch hier gilt: weniger ist mehr! Nutzer interessieren sich für Neuigkeiten, also sollte deine App sie ihnen bieten. Eine Möglichkeit, Neuigkeiten zu teilen sind Update-Mitteilungen. Der Nutzer sieht in seinem Homescreen, dass es ein App-Update gibt und kann das neue Update mit einem Klick direkt herunterladen. Das ist für den Nutzer sehr einfach und bietet dem App-Betreiber eine unkomplizierte Möglichkeit, die App mit Inhalten zu füllen und sicherzugehen, dass sie auch auf die Smartphones geladen werden. Wir haben bereits öfter in diesem Artikel über die Sportergebnis-Ticker-App gesprochen. Dies wollen wir auch an dieser Stelle tun, da sie ein sehr gutes Beispiel für Push-Notifications darstellen. Der Nutzer erhält alle Updates, Aufstellungen und Ergebnisse ohne selber aktiv nach Informationen suchen zu müssen. In Verbindung mit Smartwatches kann man sich somit beispielsweise Ergebnisse oder Transfers bei einem Spaziergang im Park anzeigen lassen und unterwegs mitfiebern.

 

5 Schritte für erfolgreiche Push-Notifications

Hier werden wir nochmal gebündelt aufzeigen, was bei der Einbindung von Push-Notifications in die Marketing-Strategie wichtig ist.

  1. Bedenke die Zeit! Ob die zeitliche Nähe zu Ereignissen, die Post-Frequenz oder die verschiedenen Zeitzonen – Timing ist das A und O.
  2. Wenn zu viele Push-Notifications beim Nutzer eingehen, stellt er vermutlich irgendwann auf stur. Es gilt: “Weniger ist mehr!”
  3. Relevanz, Relevanz, Relevanz! Eine Push-Notification muss für den Nutzer einen Mehrwert schaffen. Tut sie das nicht, wird sie kurz überflogen und anschließend nicht weiter verfolgt.
  4. Reminder halten den Nutzer auf dem Laufenden, ohne dass er aktiv sein muss.
  5. PNs über App-Updates sagen dem Nutzer, wann es Zeit ist, ein Update durchzuführen und was es ihm bringt.

 

Quellen:

http://media2mult.uos.de/pmwiki/fields/ame10/index.php?n=IPushNotifications.WasSindPushNotifications? http://searchmobilecomputing.techtarget.com/definition/push-notification https://developer.apple.com/notifications/ http://marketingland.com/can-push-notifications-replace-marketing-emails-116359

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