MVP – Was heißt das in der Softwareentwicklung? Und was heißt es nicht!

Wer eine digitale Innovation auf den Markt bringen möchte, macht das am besten mit einem MVP. Der Begriff ist nicht mehr nur in Innovation Hubs und hippen Startups im Gebrauch, sondern wird mittlerweile auch von alteingesessenen Unternehmen verwendet. Doch was steckt hinter dem Buzzword aus der New Economy? Wie wird ein MVP richtig umgesetzt? Und welche Vorteile bringt die Methode mit sich?

Was bedeutet MVP?

Kurz zur Begriffsklärung: MVP steht in der Softwareentwicklung für Minimum Viable Product und bedeutet übersetzt soviel wie minimal (über-)lebensfähiges Produkt. Das bedeutet aber nicht, dass mit der Methode minderwertige Produkte entstehen. Vielmehr wird bei der Entwicklung ein klarer Fokus auf die absolut wichtigen Funktionen gesetzt und alles (aktuell) nicht notwendige wird (erst einmal) weggelassen.

Der Vorteil des Minimum Viable Products

Ein neues digitales Produkt kann schnell auf den Markt gebracht werden. Eine ausgedehnte und kostenintensive Entwicklungsphase, in der ein “perfektes” Endergebnis konzipiert wird, fällt weg. Das Produkt kann vom Endanwender geprüft und getestet werden und mit etwas Aufwand kann hieraus wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung gesammelt werden.

Was bedeutet MVP nicht?

Und hier findet auch die Abgrenzung zum Prototypen statt. Dieser dient ebenfalls zur ersten Veranschaulichung einer Idee, doch es entsteht keine einsetzbare Software. Oft wird nur ein Klickdummy erstellt, der die Features schematisch zeigt und für interne Tests und Pitches genutzt wird. Nachdem erste Erkenntnisse gewonnen wurden, wird der Prototyp entsorgt und es geht an die Entwicklung des richtigen Produktes bzw. auch an die Entwicklung eines weiteren Prototypes.

Bei einem MVP entsteht ein Produkt, dass vom ersten Entwicklungsschritt an funktionsfähig ist. Dieses kann immer weiterentwickelt werden kann, und das mit Leichtigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt auch bei den Weiterentwicklungen auf den sinnvollen und notwendigen Funktionen.

MVP-Entwicklung – Die richtige Umsetzung

Um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, ist es wichtig, eine ausformulierte Vision für das Produkt zu haben. Wichtig ist, dass die Vision kein Bild des fertigen Produktes umfasst, sondern die Richtung vorgibt, welches Problem gelöst werden soll.

Wie Sie in der Grafik sehen, kann aufgrund des Nutzerfeedbacks am Ende ein völlig anderes Ergebnis erreicht werden, als es ursprünglich geplant war. Aber genau das ist der Hauptvorteil des MVPs: Auf Marktveränderungen und Nutzerfeedback kann schnell eingegangen werden und die digitale Anwendung hat so größere Chancen, zum Erfolg zu werden.

Wenn Sie mehr zum MVP-Prozess erfahren möchten, laden Sie sich den vollständigen MVP-Guide herunter.

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