Digital Know How

Für ihren Fortschritt

Auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme sind mit Android, iOS und Windows drei unterschiedliche Anbieter führend. Blicken wir auf die Webbrowser, sind es schon fünf: Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera – von den verschiedenen Bildschirmgrößen der einzelnen Endgeräte ist noch gar keine Rede. Der stark segmentierte Markt erschwert es, eine App effizient und kostengünstig für möglichst viele Nutzer bereitzustellen. Gleichzeitig bilden sich für jedes Endgerät einzelne Nutzungsmuster ab, die der App-Entwickler bei der Konzeption und Programmierung verstehen und vor allem berücksichtigen sollte.

Was tun?

 Betriebssystem- und geräteunabhängige App-Entwicklung durch Web-Apps und Hybrid-Apps

Web-Apps sind betriebssystem- und geräteunabhängige Anwendungen, die über den mobilen Browser aufgerufen werden. Sie sind nicht im App Store zu finden, benötigen keine Installation und sind sofort einsetzbar. (Hier findet ihr weitere Informationen zur Entwicklung von Web-Apps).

Hybrid-Apps sind quasi Web-Apps, die mithilfe von Frameworks, wie PhoneGap, in einen nativen Container gebettet werden. Das ermöglicht einen direkten Zugriff auf die Gerätehardware via JavaScript und noch weitere Vorteile, wie beispielsweise den Download über App-Stores und die Offline-Nutzung. (Hier gelangt ihr zu weiteren Informationen über die Entwicklung von Hybrid-Apps.)

Die Hybrid-App für die Berlinische Galerie auf unterschiedlichen Betriebssystemen und Geräten.

Beispiel für eine Hybrid-App: Die App für die Berlinische Galerie auf unterschiedlichen Betriebssystemen und Geräten.

 

Die Endgeräte unterscheiden sich jedoch nicht nur bezüglich der technischen Atribute. Auch die Art und Weise der Nutzung aus Anwendersicht ist sehr heterogen. Dies zeigt sich sehr deutlich, wenn man die unterschiedlichen “Hauptzwecke” der Nutzung genauer betrachtet. Während das Smartphone vor allem zur mobilen Kommunikation in sozialen Netzwerken dient, kommt das Tablet vorzugsweise zu Hause auf der Couch zum online Shopping oder bei der Informationsrecherche zum Einsatz. Hinzu kommen die verschiedenen Bedürfnisse und Erwartungen einzelner Nutzergruppen an eine App, die es zu beachten gilt.

Wie können Konzepter und Entwickler angemessen auf diese Unterschiede eingehen? Indem sie die Inhalte einer Webseite beispielsweise nicht eins zu eins in die Tablet- oder Smartphone-Anwendung einbauen.

Ein System aus Hybrid-App und Web-App

Die Multi-Channel-App ist ein App-Format, das sowohl auf unterschiedlichen Betriebssystemen wie auch auf verschiedenen “smarten Geräten” läuft. Diese Geräte können sowohl mobil als auch stationär betrieben werden.

Anstatt allerdings die unterschiedliche Nutzungsweise einzelner Geräte als problematisch anzusehen, sollte es viel mehr als Chance betrachten werden, um auf unterschiedliche Bedürfnisse der Nutzer einzugehen. Daher ist die Multi-Channel-App eine Kombination aus Hybrid-App und Web-App, die zusätzlich aufeinander aufbauen und übergreifend miteinander interagieren. Statt alles einheitlich zu halten, ist bei dieser Strategie das entscheidende, nicht auf allen Geräten die gleiche Version einer App anzubieten oder die Funktionalitäten vom Desktop auf das Smartphone oder Tablet zu kopieren. Die Multi-Channel-App beinhaltet so differente App-Ansätze und Features für die verschiedenen Geräte.

Die folgenden Abbildung stellt hierfür schematisch einen Anwendungsfall dar: Sie zeigt, wie solch eine Multi-Channel-App praktisch aussehen kann, welche unterschiedlichen Nutzergruppen existieren, wie sie sich in ihren Bedürfnissen unterscheiden und welche Aufgaben sich daraus sowohl für die App als auch für das gesamte System ergeben. Jede Nutzergruppe stellt dabei eine eigene Ebene dar, die sich hinsichtlich der Komplexität des App-Formates unterscheidet:

Unterschiedliche Geräteformate mit unterschiedlichen Aufgaben für unterschiedliche Zielguppen

Unterschiedliche Geräteformate mit unterschiedlichen Aufgaben für unterschiedliche Zielguppen, auch als Ebenen bezeichnet

Natürlich sind die Ebenen immer individuell auf die App und auf die einzelnen Zielgruppen hin zu bestimmen. Auch kann die Anzahl der Ebenen je nach Komplexität variieren. Daher ist es entscheidend, dies bereits bei der Planung der Ziele der App zu bedenken. (Eine genauere Erklärung der einzelnen Ebenen findet ihr in der Publikation: “Multi-Channel-Apps – Erfolgsrezept einer Applikation” auf Seite 5)

Flexibilität und Individualität durch Aufgabenteilung

Apps müssen sehr vielseitig und flexibel sein, um auf den vielen unterschiedlichen Endgeräten und damit bei den Nutzern erfolgreich zu sein. Andererseits sollten sie eine gewisse Kontinuität aufweisen. Nur eine intensive Beratung und Planung hilft, dem steigenden Drang nach Flexibilität und gleichzeitig dem Wunsch nach Individualität der einzelnen Nutzergruppen gerecht zu werden. Mit der Multi-Channel-App werden einerseits alle Formate genutzt und gleichzeitig alle Vorteile der einzelnen Formate auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst, ohne dabei das große Ganze – beispielsweise die Corporate Identity des Unternehmens – aus den Augen zu verlieren.

Weitere Informationen zur Multi-Channel-App findet ihr in unserer Publikation: “Multi-Channel-Apps – Erfolgsrezept einer Applikation

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