Was du über digitale Geschäftsmodelle wissen musst

Digital ist besser. Aus diesem Grund setzen Unternehmen ebenso wie Startups auf die Entwicklung digitaler Neugeschäfte. Doch auch die müssen rentabel sein. Ein Geschäftsmodell, in diesem Fall also ein digitales Geschäftsmodell, muss her. Denn ob klassisch oder digital: Ohne ein Geschäftsmodell, also eine Strategie, wie sich mit dem digitalen Produkt Gewinn erwirtschaften lässt, hat die neue Idee keine Zukunft.

Gewinne digital erwirtschaften

Gilt es ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln, bieten sich ganz andere Möglichkeiten an, als beim klassischen. Denn eine digital angebotene Leistung oder ein digitales Produkts sollten rundum digital gedacht werden. Also auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

Die Möglichkeiten für digitale Geschäftsideen sind vielseitig: Das fängt bei E-Commerce Lösungen an und reicht bis hin zu Leistungen und Produkten, die ohne die Digitalisierung gar nicht existieren könnten, wie Dropbox oder Facebook. Hier ist das Produkt selbst digital.

Auch die Bestandteile des Geschäftsmodels, wie etwa die Gewinnerzielung, sollten deshalb digital betrachtet werden. Schließlich werden digitale Produkte grundsätzlich anders konsumiert und bezahlt. Wichtig bei allen ist, dass sie sich wirtschaftlich rentieren.

 

Arten digitaler Geschäftsmodelle

Anzeigen

Eine weit verbreitete Form, um innerhalb eines digitalen Geschäftsmodells Gewinne zu generieren, ist das Schalten von Anzeigen. Das digitale Produkt ist “als Träger der Werbung” meist kostenlos und bietet trotzdem einen hohen Mehrwert, sodass es eine Vielzahl an Nutzern anzieht. Die Anzeigen können über handverlesene Premium-Werbepartner geschalten werden, die für eine feste Summe äußerst prominente Werbeplätze erhalten, oder die Werbeplätze werden durch automatisierte Dienste vergeben. Social Media Plattformen wie Facebook oder Instagram nutzen diese Art der Refinanzierung und haben sie in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut.

Affiliate-Netzwerke

Beim Affiliate-Marketing, auch Partner-Marketing genannt, bewerben Affiliates auf ihren Websites die Produkte und Dienstleistungen anderer Unternehmen (Advertiser). Dafür erhalten sie eine zuvor festgelegte Provision. Die Advertiser zahlen diese Provision sobald eine bestimmte Aktion auf der Partnerwebsite erfolgt, wie etwa das Klicken auf den Werbelink oder das Bestellen des Beworbenen Produktes. Durch einen Tracking-Code kann nachvollzogen werden, über welchen Publisher die Kunden gekommen sind.

In-App-Käufe

Um mit einer eigentlich kostenfreien App Geld zu verdienen, bieten zahlreiche App-Anbieter In-App-Käufe an. Zusätzliche Inhalte oder Funktionen innerhalb einer App können durch Bezahlung freigeschaltet werden. Durch diese Variante der Bezahlung können App-Betreiber zunächst durch eine kostenlose Standard-Version viele Nutzer erreichen und von diesen bei Zufriedenheit Geld verlangen. Für App-Anbieter interessant: 30 % der Einnahmen behalten die jeweiligen App-Stores vom Umsatz als Gebühr für den In-App-Dienst ein.

Freemium-Modelle

Ähnlich dem Prinzip der In-App-Käufe wird das Basisprodukt gratis angeboten, während das Vollprodukt oder Erweiterungen kostenpflichtig sind. Ein Beispiel für ein Freemium-Geschäftsmodell ist Dropbox. Hier kann unter Umständen auch auf Bezahlmethoden außerhalb der App-Stores zurückgegriffen werden, um die 30 Prozent Gebühr zu sparen.

Datenverkauf

Selbst Produkte und Services, die auf den ersten Blick nichts kosten, müssen auf irgendeine Weise Gewinn erwirtschaften. Hier trifft das Sprichwort zu “Wenn etwas nichts kostet, ist der Kunde das Produkt.” Auch wenn der Nutzer kein Geld bezahlt, so zahlt er dennoch, z.B. mit seinen Daten.

Daten werden als das Gold der post-industriellen Gesellschaft bezeichnet. Denn Informationen über den Nutzer, seine Vorlieben, Interessen und Kaufgewohnheiten sind wertvolle Informationen für Marketer und Händler, die daran ihr Angebot und ihre Werbemaßnahmen ausrichten. Tatsächlich kommt dieses Geschäftsmodell noch recht selten zum Einsatz, dann aber im ganz großen und lohnenswerten Stil, wie etwa bei Facebook, Amazon und Google.

Lizenzverträge

Anbieter digitaler Anwendungen können über einen Lizenzvertrag die genauen Nutzungsbedingungen für einen vereinbarten Zeitraum mit dem User festlegen. Die App Plattform AppYourself etwa bietet Lizenzverträge zur Erstellung der eigenen App mit dem AppYourself Baukasten.

Provision

Bei diesem Geschäftsmodell behält die Plattform einen Teil des Gewinns ein, den ein Nutzer auf ihr erwirtschaftet. Diese Form wird häufig bei Online-Marktplätzen angewendet, wie etwa eBay oder Uber

Kein Erfolg ohne valide Strategie

Die Möglichkeiten für digitale Geschäftsmodelle sind, wie man sieht, vielseitig und längst nicht ausgeschöpft. Es lassen sich sogar mehrere Modelle vereinen. Dabei passt längst nicht jedes digitale Geschäftsmodell zu jeder digitalen Geschäftsidee, sondern sollte genau auf das Produkt oder die Dienstleistung, aber ebenso auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet sein. Was sind diese bereit in digitaler Währung zu zahlen? Welche Art der Gewinneinnahmen passt am besten zum digitalen Prozess und zur Zielgruppe? Diese Fragen gilt es bei der Erstellung der digitalen Geschäftsmodell zu beachten. Hilfreich ist hierfür die Potenzianalyse, die Nutzer, Wettbewerber und Preismodelle genau beleuchtet. (Mehr zur Potenzialanalyse findest Du hier: https://www.flyacts.com/potenzial-analyse )

Bemerkenswert ist, dass der Handel mit digitaler Währung – ganz gleich wie diese aussieht – sehr wirtschaftlich ist, sofern auch das Geschäftsmodell gut durchdacht und konzipiert ist. Eine validierte Strategie für das eigene individuelle digitale Geschäftsmodell ist demnach unerlässlich, um Erfolg zu haben. Wir unterstützen Dich gern bei der Entwicklung deines digitalen Geschäftsmodells.